Erster Heimsieg für VfL Nürnberg

Matchball verwandelt Katja Holstein,  fotografiert by Simon Hammer

Nach dem Überraschungssieg in Grimma ist man guter Hoffnung in das Spiel gegen den Aufsteiger TV Villingen gestartet. Sabrina Hänsel war aus beruflichen Gründen nicht in der Stadt, und so rückte Katja Holstein auf die Diagonalposition und Danny Raddatz übernahm das Ruder als Außenangreiferin.

Zu Beginn merkte man den VfL Damen noch etwas Nervosität an. Trainer Mike Raddatz hatte vorher in allen Besprechungen die Bedeutung dieses Spiels herausgestellt und ganz klar die Parole Sieg ausgegeben. Gegen Villingen sollten unbedingt 2 Punkte her, um einen wichtigen Schritt in Richtung  Klassenerhalt zu gehen.

Die Nürnbergerinnen fanden Punkt für Punkt zu mehr Sicherheit. Vor allem die gute Annahme von Florentina Büttner erlaubte freies Verteilen am Netz und eine 4-Punkte Führung folgte. Villingen konnte diesen Vorsprung während des ersten Satzes nicht mehr aufholen und Nürnberg spielte sicher bis zum Satzende. Ungefährdet ging dieser Satz 25:20 an die Heimmannschaft.

Im zweiten Satz zeigte besonders Sabine Majcen ihre Überfliegerqualitäten auf der Mittelposition. Aus guter Annahme wurden die Mittelangriffe reihenweise im gegnerischen Feld versenkt. Im Gegensatz dazu konnte Villingen mit ihren Angriffsvarianten nicht viel dagegen setzen, deshalb stand es verdient am Ende des zweiten Satzes 25:20.

Die zahlreichen Zuschauer und die Mannschaft selbst wirkten mit der ungefährdeten 2:0-Führung etwas überrascht. Dazu kam, dass während des Spiels erneut die Musikanlage ausfiel, was der erhofften Euphorie etwas im Wege stand. Unbeirrt gaben die Nürnberger Mädels auch im dritten Satz wieder vollen Einsatz und zeigten schöne Spielzüge über Katja Holstein, die flexibel über Rückraum oder am Netz viele wichtige Punkte holte.

Freude und Begeisterung lebten gegen Ende des Spiels nochmal auf, als der erste Matchball angezeigt wurde. Villingen wehrte ab, aber im zweiten Versuch holten sich die Gastgeberinnen den ersehnten Sieg in eigener Halle.

Mit diesem Ergebnis sonnt sich der VfL Nürnberg jetzt auf Platz 4 der 2. Bundesliga Süd und fährt übermotiviert nächstes Wochenende zum Doppel-Auswärts-Spieltag nach Chemnitz und Dresden.

Annette Groner

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